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Etwa
4500 verschiedene Mineralien wurden bisher auf unserem Erdball entdeckt,
wissenschaftlich untersucht und klassifiziert.
Meine
Sammlung umfasst in etwa 800 verschiedene Mineralien. Natürlich ist meine
Sammlung bedeutend umfangreicher, denn jedes Mineral ist ein Unikat für sich,
ist anders formgestaltet, besitzt unterschiedliche Farben und zum großen Teil
auch verschiedenartige Kristallisierungsformen, Härtegrade u.s.w.
Ich
sammle keine von mir festgelegten Gebiete, sondern Mineralien, die überall auf
unserem Erdball gefunden werden.
Untergliedert
habe ich sie in:
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Besonders
sammle ich :
Alle
Eisenerze, Hämatit, Goethit, Limonit, Eisenrosen u.a.
Schwefelkiese,
Pyrit- und
Markasitformenformen
Schwerspate,
Baryte
Quarze,
Amethyste, Achate, Rauch- und Bergkristalle und andere Abarten.
Edelsteine
aller Art, wie Aquamarine, Apatite, Turmaline, Opale, Berylle ...
Wunderbar
erscheinende Großstufen, Handstufen bis zu den kleinsten Mikro- mounts nenne
ich mein eigen und es ist schon etwas selten Schönes mit meinem Mikroskop in
die Geheimnisse der Welt, dieser mit dem bloßen Auge kaum erkennbaren
Mineralien, eindringen zu können.
Ebenso
habe ich eine zwar etwas kleinere, aber dennoch sehr aufschlussreiche
und
äußerst interessante Fossiliensammlung und es bereitet mir ein großes
Vergnügen,
wenn ich an Hand von Fachbüchern erkennen kann, um welche
fossilen
Geschöpfe der Jahrmillionen alten Vergangenheit es sich handelt.

Den
Abschluss meines kleinen Mineralienmuseums bildet meine Bernsteinabteilung. Vor
allem meine selbstgeschliffenen und polierten Kopale,
das
ist der sogenannte Jungbernstein, entstanden in der Fauna des Holozän, also
maximales Zeitalter bis 1 Million Jahre. Diese Kopale sind besonders attraktiv
und inklusenreich. Viele unterschiedliche Insekten, Pflanzenteile, Blätter und
Samen ruhen eingeschlossen in ihrem naturgläsernem Grab in meiner Truhe. Das
eigentliche Altbernstein, auch Succinit genannt, hat ein Zeitalter von bis zu 40
und noch mehr Millionen Jahre.
Bernsteine werden als die Tränen der Götter
bezeichnet.
In
der griechischen Sage wächst Phaeton, der Sohn des Sonnengottes Sol und der
Klymene, einer Tochter des Okeanos, in Äthiopien bei seiner Mutter und seinem
Stiefvater Merop, einem Äthiopier, auf.
Als Zweifel aufkommen, ob
Phaeton wirklich der Sohn des Sonnengottes ist, macht sich dieser auf den Weg zu
Sol und drängt seinen Vater, ihm als Bestätigung der Vaterschaft einen Wunsch
zu erfüllen. Er möchte einen Tag den Sonnenwagen des Vaters lenken. Trotz der
ernsten Warnungen des Vaters bleibt Phaeton bei seinem Verlangen.
Sol ist wegen eines
Schwures gebunden, ihm den Wunsch zu erfüllen.
Als die Pferde spüren,
dass sie nicht mit der gewohnten Kraft und Erfahrung gelenkt werden, brechen sie
aus der Bahn und stürmen der Erde zu. Schon entsteht dort ein gewaltiger Brand,
als Jupiter eingreift und Phaeton mit einem Blitzschlag vom Wagen in den (Bernstein-Fluß)
Eridanos schleudert. An dessen Ufern beweinen seine Schwestern, die Heliaden,
seinen Tod.
Die Schwestern verwandeln
sich über dieser Trauer in Schwarzpappeln, „ aus deren Rinde fließen Tränen,
und die Tränenflüssigkeit, die von den gerade entstandenen Zweigen
hinabtropft, erstarrt an der Sonne: Bernstein( electron), den der klare Strom
aufnimmt und den jungen Frauen Latiums zum staunenden Betrachten schickt.„
(Ovid, Metamorphosen II, S.364 bis366)
Quellennachweis: Broschüre Bernstein von Manfred Kutscher
Kleines Nachwort:
Da
ich nun langsam auf die Fünfundsiebzig zu marschiere und ich zu Hause meine erkrankte
Frau pflege, ist es mir nicht mehr möglich, auf
Mineraliensuche
gehen
zu können, so, wie ich es früher getan habe. Allerdings bin ich an jedem
Erfahrungsaustausch mit anderen Mineralienfreunden interessiert und wäre für
einen solchen dankbar.
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