Das Mondmännchen und seine Luftballons
Das Mondmännchen uns eine Luftballons ...
Kindergeschichten ausgedacht und aufgeschrieben
1. Das Mondmännchen ...
Wenn der Vollmond nachts durch die Gardinen in die Fenster der schlafenden Kinder hineinleuchtet, dann kann man den Mann im Mond nicht nur sehen, sondern man hört ebenso seine Töne, die er mit einer wunderbaren Märchengeige auf unsrere Welt hinunterfidelt. Dieser kleine Mann im Mond ist ebenso pausbäckig und glatzköpfig, wie der Mond selbst. Manche Kinder, besonders solche, die an einem Sonntag bei Vollmond geboren worden sind, haben die seltsameGabe, diese wunderliche Musik zu deuten und in Märchengeschichten umzuwandeln. Mitunter, wenn der Mond abnimmt, und nur eine Sichel sichtbar wird, dann kommt ein grauer Nachtvogel, nämlich ein Märchenkäuzchen, zu uns auf die Erde herabgeflogen. Nicht etwa mit seinen Flügeln, nein! Es schwebt mit vielen bunten Luftballons, auf einer Schaukel sitzend zu unserer Erde herab und jeder einzelne Luftballon ist angefüllt mit einer Märchengeschichte. In meinem Geschichtenbüchlein, welches ich für euch zusammengetragen und aufgeschrieben habe, will ich euch nun erzählen, was in diesen Luftballons drinnen eingeschlossen war. Ich musste diese Luftballons ganz behutsam und vorsichtig öffnen, damit die Luft nur sehr langsam entweichen konnte, denn sonst macht es "Plups" und durch diesen lauten Knall wären die Märchen auf und davongeflogen. So habe ich einige dieser Luftballons äußerst behutsam und gespannt geöffnet. Beim Öffnen entwich gant leise zischend die Luft. Dann hielt ich mein Ohr daran und ich konnte diese wundersamen Märchen erlauschen. Die Kinder warteten schon voller Spannung auf mich, wenn ich ihnen begegnete. Dann kamen sie angerannt und baten mich, meine Geschichten zu erzählen. Wir setzten uns an den Straßenrand und ich begann damit. Na, und nun seid ihr wohl auch schon gespannt. Setzt euch ein Weilchen zu mir und hört mir zu:
Der erste Luftballon
Der Held des Waldes Häschen Schnurps.
Mitten drin im tiefen Wald lebte in Angst und Schrecken eine große Hasenfamilie, denn zweimal in der Woche kam Reineke, der Rotfuchs, dieser hinterlistige Wilddieb,lauerte einem Häslein auf, fing es und fraß es schließlich in seiner Fuchshöhle auf. Als sein Hungertag wieder einmal auf seinem Jagd- und Fresskalender stnd, da sah er schon von weitem ein Häslein, welches genussvoll im Grase saß und Klee fraß. Reineke fackelte nicht lange, sprang auf das Häslein zu und versuchte es zu fangen. Blitzschnell und mit aufgerissenem Mund und großen Augen rannte es auf und davon. "Hilfe, Hilfe! Der Fuchs will mich auffressen!", rief es keuchend. Es schlug einen großen Haken und mit Mühe und Not entkam es diesem heimtückischen Unhold. Zu Hause angekommen, erzählte es seinen Eltern und Geschwistern von der Lebensgefahr, in welcher es sich befunden hatte. Aufmerksam hörten die anderen ihm zu und besonders Schnurps, der ältere Brunder zog seine Hasenstirn kraus, knurrte vor sich hin und trommelte mit seinen Hinterläufen zornig auf den Waldboden. Dann berief er eine ordentliche Hasenfamilienversammlung ein und sie beratschlagten, wie man den Fuchs für immer einen Denkzettel verpassen könnte. Schnurps, der Älteste hatte einen außerordenlich klugen Plan. Er hatte nämlich beobachtet, dass immer dann, wenn die Hitze in der Mittagszeit besonders groß war, der Förster sich unter einem Baum legte, einschlief und er schnarchte so laut in den Wald hinein, dass die Baumspitzen dort oben erzitterten. Ein Stündchen dauerte es immer, bis er sich ausgegrunzt hatte. Diese Zeit wollte Schnurps nutzen, um dem Förster sein Flinte zu mopsen. "Passe gut auf, dass der Förster nicht aufweckt!", sprach Schnurps zu seinen jüngeren Bruder. Sie schlichen sich hin zu dem Baum, wo der Förster schlief und schnarchte und da sahen sie schon von weitem, wie die Schuhe des Försters in die Luft stakten. Der kleine Schnurps nahm all seinen Mut zusammen und robbte auf seinen Vieren hin zum Förster. Nur sein Stummelschwänzchen war von ihm zu sehen. Alles andere verschwand im hohen Waldgras. Dann stand er plötzlich vor dem Förster, der seine Augen immer noch fest geschlossen hatte. Sein dicker Bauch hob und senkte sich gleichmäßig, so wie er ein- und ausatmete. Dann starrte Schnurps auf die Jagdflinte, griff hastig danach und sprang hurtig mit einem rieisgen Satz in das rettende Dickicht. Oh, wie plupperte da sein Hasenherz und seine Hinterläufe zitterten wie Espenlaub. Er staunte selbst, woher er diesen Helden genommen hatte. Seine Nagezähne fletschten gar grausam, wie bei einem wütenden Kettenhund un er konnte es kaum erwarten, bis er und sein kleinerer Bruder nach Hause kamen. Der Kleinere durfte sogar die Flinte tragen und ganz stolz marschierte er vor dem großen Schnurps daher. Beide träumten schon davon, wie sie den Räuberfuchs in die Flucht jagen würden und sie hörten mit ihren Wunschgedanken bereits den Fuchs um Gnade winseln ...
Der 2. Luftballon ...
Das Schloss der emsigen Ameisen ...
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