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Dos Lied von unserm Bimmelbahnl ...
Mundartliches Heimatlied
Von Altenberg,
nach Geising runner,
da fuhr de Bimmelbahn,
un technisch war se wohl e Wunner,
wenn se gezuckelt kam.
Dort neben ihr ins Müglitztal,
da rauscht e kleener Fluss,
ihr Liedl sing se jedes Mal,
wo man halt zuhör’n muss.
Ah ja, su ist’s schie, Ah ja, su ist’s schie,
weil man halt zuhör’n muss.
Doch eenes Tags, da war’s gescheh’n,
mit uns’rer Bimmelbahn,
das kleene Bahnl musste geh’n,
durch eenen Größenwahn.
Nu fährt dort runner, mit breeter Spur,
a riesiges Koloss,
un uns bleibt die Erinnrung nur,
von unserm Schmalspurross.
Ah ja, das wor schie, Ah ja, das wor schie,
unser Schmalspurross.
Das Müglitztal, ach das is schie ,
de Berg un a das Tal,
un wenn ich dort spazieren gieh,
freu ich mich jedes Mal.
Von Glashütte bis nach Heidenau,
da kann man sehr viel seh’n.
un ist der Himmel klar und blau,
do kann man wandern geh’n.
Ah ja, das is schie. Ah ja, das is schie.
Do kann man wandern geh’n.
So, liebe Leit, dos Müglitzlied,
wir wollten’s für eich sing’.
Dos Müglitztal geht an’s Gemüt,
lasst unser Lied erkling’.
Ihr Leitln, kummt und stimmt mit ein,
das Lied vom Müglitztal.
Mit eich, do klingt es doppelt fein,
drum sing mir’s noch eemal.
Ah ja. su ist’s schie. Ah ja, Su ist’s schie.
Drum sing mir’s noch eemal.
An eine pflegende Krankenschwester
Wir sitzen am runden Tisch,
du, meine Frau und ich.
Du fütterst sie behutsam
und sprichst mit ihr,
so, als wäre sie eine Freundin von dir.
Sie scheint deine Worte zu verstehen
und zu begreifen.
Ich glaube, sie lächelt ...
Ich sitze euch gegenüber,
sehe euch schweigend an,
und ein seltsam schönes Gefühl
schwingt in mir auf.
Meine Seele beginnt zu zittern,
wie ein Grashalm auf einer Wiese
vom Winde im Sommer ...
Es tut gut,
dich lachen zu hören,
und ich freue mich,
dass du wiederkommst,
vielleicht morgen schon ...
Irgendwie strömst du
eine eigenartige Wärme aus,
die sich auf mich überträgt
und mir neue Kraft verleiht ...
Und so frage ich mich:
Ist es etwa sündhaft oder gar albern,
wenn sich so ein Altgewordener wie ich,
nicht schämt wegen seiner Gefühle?
Irgendwann später,
werden wir uns ab und zu
auf der Straße begegnen,
wenn du vorüberfährst.
Dann bleibe ich stehen,
und du winkst mir zu von weitem ...
Dein Lachen und Deine Wärme,
sie wird uns fehlen.
Es war schön mit dir ...
Sonnenlichtallergie ...
Ich habe mich entschlossen,
mir einen Sonnenschirm zu kaufen,
denn ich glaube,
dass ich allergisch geworden bin,
gegen das Sonnenlicht.
Sonnenstrahlen
verbrennen nicht nur die Haut,
sondern sie sind zugleich auch tiefenwirksam.
Und Sonnenbrände,
sie tun nicht nur weh,
sondern sie hinterlassen
mitunter bleibende Spuren.
So werde ich ihn,
meinen Sonnenschirm einfach aufspannen,
wenn sie zu sehr
meine Empfindsamkeit stören.
Vielleicht werde ich mich
sogar im Schatten etwas wohler fühlen ...
Die Geschichte von einem eitlen Löwenzahn
Als einst ein eitler Löwenzahn,
auf den Wiesen so gelb erblühte,
da wurde er in seiner Pracht,
des Prahlens nicht mehr müde.
“Seht her, ich leuchte farbenfroh,
noch heller, als die Sonne.”
So schwankt im Wind er hin und her,
strahlt quittegelb in Wonne.
Die anderen Blumen wohlbedacht,
Sie haben ihn nur ausgelacht.
Doch eines Tages war sein Kopf,
so sternenhaft entstellt.
“Ich bin der Schönste immer noch,
in dieser Blumenwelt!”
Die anderen Blumen waren erstaunt,
und rankten um ihn herum.
sie schwankten und haben leise geraunt,
und viele von ihnen blieben stumm.
Er jedoch hob seinen Kopf hervor,
und streckte ihn prahlend noch höher empor.
Doch eines Tages kam ganz geschwind,
aus den Wolken ein Sturmgebraus.
Die Sternenlocken, sie wurden vom Wind,
zerrüttelt - er riss sie aus.
Der Löwenzahnkopf, er wurde ganz kahl,
es blieb nur ein kleiner Knopf.
Die Schönheit dahin mit einem Mal,
ihm blieb nur sein kahler Kopf.
Vorbei, seine eitle Prahlerei,
vorbei auch der Monat Mai.
Und die Moral von der Geschicht,
das Prahlen, ach, es lohnt sich nicht ...
Es sollte sich kein eitler Mann,
dieses Gedicht annehmen,
und wenn er es nicht lassen kann,
dann sollte er sich schämen ...
Draußen, dunkle Scheiben ...
Draußen dunkle Scheiben,
drinnen Lampenlicht,
möcht noch sitzen bleiben,
schreiben mein Gedicht.
Möcht jetzt zu dir gehen,
fühle dein Gesicht,
möcht in die Augen sehen,
jedoch, ich kann es nicht.
Möcht bei dir verweilen,
bevor mein Herz zerbricht,
möcht dir meine Zeilen,
vortragen, leis und schlicht.
Möcht zu dir hinschweben,
jedoch, ich kann es nicht.
Muss wohl damit leben,
traumlos im Verzicht.
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